Reisebericht Dubrovnik 2011

Im August 2011 war es soweit, wir hatten uns dazu entschlossen Dubrovnik zu erkunden. Dubrovnik ist die bekannteste und südlichste Stadt Kroatiens und somit ein Muss für jeden Kroatienurlauber. Unsere Anreise nach Dubrovnik haben wir von Split aus gestartet. Dort sind wir mit dem Auto auf die A1 Richtung Dubrovnik gefahren. Nach ca. 100km ist jedoch Schluss mit der Autobahn und dann heißt es runter auf die Landstraße.
Grenze zu Bosnien und Herzegowina

Die Landstraßen sind sehr kurvig, einige tiefe Schlaglöcher zieren die Straße, die darüberhinaus auch noch sehr eng sind. Dennoch macht es sehr viel Spaß sie zu befahren, da die Landschaft sehr schön ist und je nach Uhrzeit auch nur wenig Verkehr unterwegs ist. Viele fahren auf der Magistrala entlang dem Meer, der Küstenstraße, nach Dubrovnik. Wir haben uns entschlossen im Landesinneren auf der E65 zu fahren. Diese ist zwar sehr eng, aber hier warten nicht so viele Polizisten, da weniger Touristen diese Route wählen.

Am Straßenrand gibt es sehr viele Obststände, die mit frischem Obst werben und die leuchtenden Farben der Früchte verlocken zum Anhalten. Wir haben in der Nähe von Rogotin angehalten und uns mit Obst versorgt. Hier muss man jedoch aufpassen: an den Obstsorten sind keine Preise und man hat das Gefühl, dass die Preise sich am Nummernschild und Wagen orientieren. Daher sollte man hier immer nachverhandeln, höher wird der Preis nicht… Außerdem war viel Obst überreif, sodass man auch hier aufpassen musste. Die Verkäufer wiegen gerne mehr als großzügig ab, so dass man statt des gewünschten 1 Kilos schnell 1,5 Kilo erhält und zahlt.

Am Ende wurden wir dennoch übers Ohr gehauen und haben für 1kg Weintrauben, knapp 4€ bezahlt…dafür waren die Trauben zugegebener Weise aber auch sehr lecker. Weiter Richtung Dubrovnik kommt man nach Klek, an die Grenze zu Bosnien und Herzegowina. Zu Klek muss man sagen, dass sich hier sehr viele Polizisten verstecken und Raser aufhalten und zur Kasse bitten.

Dubrovnik befindet sich in Süddalmatien. Süddalmatien wird durch Bosnien und Herzegowina getrennt, sodass man hier durch Herzegowina fahren muss um nach Dubrovnik zu kommen. An der Grenze gibt es zwei Streifen, einen für die Anmeldung von Waren und eine für den Transit. Die kroatischen Beamten sind ziemlich locker und interessieren sich nicht unbedingt für die Ausreisenden. Die bosnischen Beamten versuchen im Gegensatz schon etwas zu verzollendes im Auto zu finden. Immer wenn man an der Grenze vorbei fährt sieht man, dass ein bulgarischer oder rumänischer Wagen durchsucht wird.

Herzegowina durchfährt man nun ca. 20km. Man kommt an der Stadt Neum vorbei ,wo man mit Mark bezahlt wird. Es handelt sich hierbei um die Konvertible Mark die 1:1 zu der ehemaligen deutschen Mark umgerechnet wird. In Bosnien konnte man früher günstiger tanken als in Kroatien. Leider ist dies auch nicht mehr der Fall, sodass wir keinen Halt in Neum gemacht haben.

Nach 20km kommt nun endlich wieder die kroatische Grenze, wo man sich wieder anstellen muss und seinen Pass / Personalausweis vorzeigt. Die Beamten lassen aber die meisten Wagen sofort durchfahren, vorallem wenn es sich um deutsche bzw. österreichische Kennzeichen handelt.

Wieder in Kroatien angekommen heißt es nun auf der E80 noch 120km bis nach Dubrovnik fahren. Man fährt jetzt am Meer vorbei und kann die traumhaft schöne Aussicht genießen. Allerdings sollten das besser nur die Beifahrer machen, da sich der Fahrer auf die kurvenreiche Straße konzentriern muss. Man hat nur sehr wenige Möglichkeiten zu überholen, da die meiste Zeit eine durchgezogene Linie herrscht, man durch Ortschaften fährt und oft Staus vorkommen. Dennoch ergibt sich die ein oder andere Möglichkeit langsame Wohnmobile und LKW zu überholen.

Für die Fahrt zwischen Split und Dubrovnik haben wir ca. 5 Stunden für knapp 220km gebraucht. Am ersten Tag haben wir uns zunächst ausgeruht.

Sehenswürdigkeiten in Dubrovnik erkunden

Gut ausgeschlafen und gut gesättigt machten wir uns von Lapad aus mit dem Bus zur Altstadt von Dubrovnik auf. Der Fußmarsch dauert ca. 1h, da die Sonne sehr stark brannte und wir uns auch ein bisschen verlaufen hatten. Angekommen am Pile Tor, kann man schon die riesige Stadtmauer sehen. Aber auch das Hotel Imperial, gegenüber des Eingangs, ist überwältigend. Bevor wir uns jedoch in die Altstadt aufgemacht haben, sind wir zur Festung Lovrijenac gegangen. Diese befindet sich östlich von der Altstadt und ist auf einem Berg gebaut. Der Eintritt kostet 30kn/Personen, das sind umgerechnet ca. 4€.
Festung Lovrijenac Innenhof
Die Festung Lovrijenac ist sehr gut erhalten und sehr sauber. Nur wenige Touristen halten sich hier auf, so dass man selbst in der Hochsaison in Ruhe alles betrachten kann. Oben angekommen hat man einen sehr guten Blick auf die Altstadt von Dubrovnik, man kann sogar bis hin zur Insel Lokrum sehen.

Nach Lovrijenac hatten wir uns entschlossen, die Altstadt von Dubrovnik zu erkunden. Zunächst durchquerten wir das Stadttor Pile und landeten in der Festung Bokar. Hier muss man sich rechts halten, da man auf der linken Seite die Stadt wieder verlässt. Der Ein- und Ausgang in die Innenstadt ist an dieser Stelle durch Schilder in verschiedende Richtungen und eine Absperrung geregelt. Anschließend durchquert man ein zweites Tor und landet vor dem Onofrio Brunnen. Hier tummeln sich sehr viele Leute und trinken Wasser aus dem Brunnen. Wir haben uns das allerdings nicht getraut. Aber den Leuten scheint das kostenlose Wasser gut geschmeckt zuhaben, da viele ihre Flaschen dort auffüllten. Schräg gegenüber befindet sich auch die Erlöserkirche von Dubrovnik und der Eingang auf die Stadtmauer von Dubrovnik. Die Karten für die Stadtmauer müssen jedoch im Tourismusbüro, das sich neben dem Restaurant Klarisa befindet, gekauft werden. Pro Person kostet der Eintritt 70kn (Kinder zahlen etwas weniger) und erlaubt es auf der Stadtmauer um Dubrovnik herum zu gehen.

Auf der Stadtmauer geht man im Uhrzeigersinn und in einer Einbahnstraße. Dies soll verhindern das Staus auf der Stadtmauer entstehen. Auf der Stadtmauer hört man kein kroatisch sondern italienisch, italienisch, italienisch, deutsch, italienisch, japanisch, chinesisch, italienisch, etc.. Man kann sich einen Voiceguide ausleihen. Diese gibt es in verschiedenen Sprachen und erklären an den jeweilgen Punkten interessante Details. Man kommt zunächst an der Festung Bokar vorbei, von hier aus kann man auf die Festung Lovrijenac gucken, die sich nicht weit entfernt befindet. Man kommt an vielen Häusern vorbei und kann sehen wie weit die Häuser von der Stadtmauer entfernt gebaut worden sind. Auf der Meerseite kann man sehen, wie tief es runter geht. Außerdem kann man erkennen, wie dick die Wände sind. Die Mauer auf der Landesseite ist bis zu 6m dick, während die Mauerbreite auf der Meeresseite zwischen 1 und 3m beträgt. Auf der Festung gibt es auch 3 Kioske, die für einen recht üppigen Preis Erfrischungsgetränke verkaufen. Wir waren daher sehr froh, dass wir ausreichend Wasser dabei hatten.

Die nächste Festung auf die man kommt ist die Festung des heiligen Ivans, von hier aus hat man einen sehr schönen Blick auf die Insel Lokrum. Der Platz auf der Festung des heiligen Ivans ist sehr groß und für eine kleine Pause gut geeignet. Bei jeder Festung kann man die Stadtmauer wieder verlassen und anschließend wieder die Route aufnehmen. Dies sollte man an der Festung des heiligen Ivans machen, denn unten kann man Fotos mit einer Guillotine machen. Mit der Karte kann man danach wieder zurück auf die Stadtmauer und die Tour weiterführen.

Anschließend kommt man am Alten Hafen vorbei und hat einen wunderschönen Blick auf den Hafen, die vielen Schiffe und die große Antahl von Restaurants. Man kommt an dem Dominikaner Kloster vorbei und anschließend auch zur Festung Minceta. Diese ist die höchste Festung von Dubrovnik. Die Festung kann man betreten und von oben aus, hat man einen Blick auf die gesamte Altstadt von Dubrovnik. Wenn man auf das Landesinnere schaut, dann kann man auf die Schlucht schauen, die die Dubrovnikaner erbaut haben um die Stadt uneinnehmbar zu machen. Von der Festung Minceta aus kann man auch den Onofrio Brunnen und das Franziskaner Kloster sehen.

Eine Besichtigung der Stadtmauer dauert ca. 2h. Hobbyfotografen brauchen locker 3h um soviel wie möglich einzufangen. Man sollte aber auch nicht in der prallen Mittagssonne die Stadtmauer besichtigen, da man ansonsten sehr viel schwitzt.

Städtischer Glockenturm von Dubrovnik

Der Weg führt einige Mal hoch hinauf und wieder tier herunter. Da es in Dubrovnik sowieso recht winstill und zu Weilen drückend ist, kann der Rundgang schweißtreibend werden.

Nach der Festung Minceta befindet sich auch schon der Ausgang. Hier kann man entweder noch eine Tour machen, oder die Stadtmauer verlassen. Wir haben uns für das Verlassen entschieden und uns auf dem Stradun Richtung städtischem Glockenturm von Dubrovnik gemacht. Auf dem Weg dahin spaziert man auf dem Stradun, der teuersten und größten Straße von Dubrovnik. Man kommt am Franziskaner Kloster vorbei, vielen kleineren Geschäften und nach rund 500m gelangt man zum städtischen Glockenturm. Hier befindet sich auch der Sponza-Palast, die Orlando-Säule und die Kirche des heiligen Blasius, dem Schutzpatron der Stadt. Die Eindrücke, die man hier erhält, muss man erst verarbeiten, da die Gebäude sehr schön und trotz des Krieges sehr gut erhalten sind.

Hier kann man sich entscheiden entweder durch das Tor in Richtung des altem Hafens von Dubrovnik zu gehen oder rechts abzubiegen und zum Rektorenpalast vorzustoßen. Wir haben uns entschlossen zunächst am Rektorenpalast vorbeizugehen und die Kirche des heiligen Ignatius zu besuchen. Viele Kirchen in Dubrovnik verlangen Eintritt, wenn man sie betreten möchte. Außerdem sollte man entsprechend gekleidet sein, sprich keine kurzen Hosen oder Röcke und Frauen dürfen keine freien Schultern haben. Viele Treppen muss man besteigen bevor man oben angekommen ist. Von hier aus hat man einen sehr schönen Blick auf die Altstadt und die engen Seitengassen. In der Nähe befindet sich auch das Haus der berühmten kroatischen Schriftstellers Marin Drzic.

Nachdem wir oben angekommen waren, sind wir in eine Seitenstraße eingebogen, wo ein Cafe damit wirbt den schönsten Blick Dubrovniks zu haben. Das Cafe befindet sich außerhalb der Stadtmauer und der Blick ist Richtung Meer. Der Blick ist wirklich sehr schön, jedoch sind die Preise dementsprechend auch sehr hoch. Für ein einheimisches Bier 0,33l verlangt man hier umgerechnet 5€ und für eine Cola 4€.
5€ für ein Bier

Genug vom Steigen hatten wir uns nun entschlossen zum alten Hafen zu schlendern. Hier wimmelt es nur so von Touristen, da hier die ganzen Passagiere der riesigen Kreuzfahrtschiffe ausgeladen werden. Nichts wie weg von hier und ab zur Seilbahn von Dubrovnik.

Seilbahn Dubrovnik

Eine Skiseilbahn in einem so heißen Ort wie Dubrovnik hört sich zunächst sehr seltsam an, jedoch ist die Fahrt super schön. Zur Seilbahn kommt man in dem man zur Festung Revelin geht und dort das Tor Ploce durchquert. Dort am besten nachfragen, aber man sieht auch schon die Seilbahn.

Die Fahrt kostet 80kuna / Person für eine Hin- und Rückfahrt. Von hier aus kommt man auf den Berg Srđ, dem höchsten Berg von Dubrovnik. Dieser Berg hat eine wichtige Rolle im Kroatienkrieg gespielt, sodass hier auch die Ausstellung über den Krieg zu finden gibt. Oben angekommen hat man einen umwerfenden Blick auf die Altstadt von Dubrovnik, die Stadtmauer von Dubrovnik und das gesamt Umland.
Essen in Dubrovnik

Nach nun gut 10 Stunden herumschlendern, bekamen wir auch langsam Hunger, da unsere mitgebrachten Essensvorräte aufgebraucht waren machten wir uns auf die Suche nach einem passendem Restaurant. Fast alle Restaurants in Dubrovnik haben ihre in vielen Sprachen verfasste Speisekarten auf die Straße gestellt. Die Preise sind ungefähr auf dem gleichen Niveau wie in Deutschland, jedoch sind die Portionen deutlich kleiner und auch Beilagen und Service müssen meist dazugerechnet werden. Nachdem wir uns ein Restaurant ausgesucht hatten, waren wir von der Qualität nur einigermaßen überzeugt. Zwei Pizzen mit 4 Getränken kosten schnell 32€, was schon sehr hoch ist.

Dubrovnik Card

An einem Tag haben wir somit uns fast alle Sehenswürdigkeiten in Dubrovnik angeschaut. Man könnte sagen, dass man an einem Tag lediglich 20% von dem sieht, was Dubrovnik zu bieten hat. Empfehlenswert für alle die in Dubrovnik sind und sich Museen anschauen möchten ist die Dubrovnik Card. Mit der Karte spart man die Eintrittpreise in vielen Museen und auf die Stadtmauer. Hinzu kommt das man mit dem Bus in Dubrovnik kostenlos fahren darf.

Inseltour Split Vis Brac Hvar

Wir waren mittlerweile schon einige Tage in Split und hatten sehr viele interessante Sachen gesehen, leckere Restaurants besucht und dem großen Shoppingcenter Joker einen Besuch abgestattet. In unserem Reisführer fanden wir den Tipp, wenn man sich hier aufhält dann auch mal einen Tagesausflug zu den Inseln Brac, Hvar oder Vis zu machen. Am nächsten Abend haben wir uns am Hafen von Split informiert, wie teuer die einzelnen Überfahrten sind und wie lange die Fahrten dauert. Unser erstes Ziel sollte die Insel Vis werden.

Insel Vis

Um möglichst viel Zeit auf der Insel zu verbringen wollten wir schon ganz früh losfahren, da die Insel Vis, die am weitesten vom Festland entfernte Insel Kroatiens ist. Pro Person zahlten wir gut 7 € für die Fähre. Da wir die letzten Tage schon sehr viel mit dem Auto unterwegs gewesen waren beschlossen wir unseren Mietwagen in Split zu lassen und nicht mit auf die Insel zu nehmen. Da es bereits morgens ziemlich warm war und die Sonne vom makellos blauem Himmel schien setzten wir uns nach ganz oben auf´s Deck. Bis alle Passagiere und alle Autos an Bord waren verging eine ganze Weile. Allerdings fuhren wir trotzdem pünktlich ab. Wir genossen den Ausblick auf den Hafen von Split und freuten uns schon sehr auf unseren Tag auf der Insel Vis. In der Hektik rechtzeitig am Hafen zu sein hatten wir vergessen etwas zu trinken mitzunehmen und kauften uns deshalb am Bordkiosk eine Flasche Wasser. Wie schon erwartet waren die Preise gesalzen und die Auswahl klein. Nach ca. 2.5 Stunden auf dem sehr windigen Oberdeck des großen Schiffes kamen wir endlich in Vis an. Auch wenn es immer noch ziemlich früh am Morgen war, herrschte hier schon Gedränge. Viele Autos und neue Passagiere wollten einsteigen, da die Fähre anschließen wieder zurück nach Split fuhr. Am Hafen fiel uns direkte ein große Kirche auf. An der Hafenstraße befinden sich kleinere Geschäfte, ein Café und sonst außer der Busstation nicht mehr viel. Da die Busse nur alle 4 Stunden fahren beeilten wir uns den Bus zu bekommen, der uns nach Komiza bringen sollte. Komiza ist der für Touristen interessanteste Ort der ehemaligen Militärinsel. Für wenige Kuna fuhren wir ca. 15 Minuten nach Komiza. Hier angekommen standen wir unmittelbar vor einer Straße voller Cafés, Restaurants und Touristenagenturen. Da wir noch nichts gefrühstückt hatten setzten wir uns in eins der zahlreichen Cafés. Die Speisekarten und Getränkeauswahl der Restaurants ist ziemlich ähnlich. Die Preise hier sind nicht gerade niedrig und ungefähr so hoch wie in Deutschland. Als der Kellner bemerkte, dass wir aus Deutschland kommen wechselte er von englisch in deutsch.

Als wir fertig gegessen hatten schauten wir uns ein bisschen die Insel an. Da erst seit wenigen Jahren Touristen hierhin kommen dürfen gibt es außer den Cafés und Restaurants nicht so viel zu sehen. An der Riva gibt es viele Stände, die Schiffstouren verkaufen. Wir entschieden uns für eine Inselrundtour, die auch einen Besuch in der Blauen Grotte und der Grünen Höhle umfasste. Außerdem stand noch einen Abstecher in einen alten U- Bootbunker in der Beschreibung der Tour. Da die Fahrt erst ca. eine Stunde später beginnen sollte gingen wir die Straße weiter und kamen an einem kleinen Kiesstrand vorbei. Das Wasser ist wie auch in Split sehr klar und sauber. Wir gingen noch ein Stück weiter und sahen eine kleine Kirche mit einem Friedhof.

Wieder zurück an der Riva legte unser kleines Boot gerade an. Wir und noch acht andere stiegen ein und dann ging die Fahrt auch schon los. Das Meer war ziemlich unruhig und unser kleines Boot schaukelte gewaltig hin und her. Der Bootsführer, ein kleiner älterer Kroate, der so gut wie kein englisch sprach wirkte allerdings nicht beunruhigt sondern lachte bei jeder neuen Welle. Kurz nachdem wir von Vis losgefahren waren kamen wir zu der berühmten Blauen Grotte. Da der Eingang sehr flach ist mussten wir uns alle in unserem Boot ducken, um nicht mit den Köpfen an die Steine zu kommen. Genau wie auf den Fotos auf dem Stand, wo wir die Karten für die Tour gekauft hatten, strahlte die gesamte kleine Grotte in türkis-blau. Das Wasser war ziemlich kühl und wunderschön anzusehen. Da wir in der Hauptsaison da waren, waren außer uns noch zwei andere Boote in der Höhle. Da man hier nicht ins Wasser gehen darf dauerte die Besichtigung auch nur ca. 10 Minuten. Dann ging die Fahrt weiter. Später kamen wir zu der Grünen Höhle, durch ein Loch in der Höhlendecke, das ungefähr so groß wie ein Fußball ist, fällte ein Lichtstrahl in die Höhle und lässt die ganze Höhle in grünem Licht erleuchten. Da man hier schwimmen kann haben wir hier eine längere Pause eingelegt. Dann ging es weiter zu dem U- Bootbunker, hier konnte man nichts interessantes sehen. Da die letzte Fähre bald ablegen sollte verließen wir am Hafen von Vis das kleine Boot. Weil wir noch etwas Zeit hatten legten wir uns auf eins der Badeplateaus in der Nähe der Kirche am Meer und warteten auf die Fähre.

Als wir wieder in Split waren wurde es schon langsam dunkel und wir waren müde von dem ereignisreichen Tag und der vielen frischen Luft.

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Einkaufsmöglichkeiten in Split

Heute gehen wir mal in Split einkaufen. Wer auf der Suche nach frischem Obst ist wird auf dem Pazar (Markt), der sich mitten in der Stadt befindet, schnell fündig werden. Man erreicht den Pazar am besten, wenn man durch das Silberne Tor geht. Hier wird frisches Obst / Gemüse und Blumen angeboten. Um den Pazar herum gibt es Metzger, Käsestände, Oliven und vieles mehr. Die Umschlaghäufigkeit ist hier hoch und das Angebot verlockend. Dennoch empfiehlt es sich die Preise zu vergleichen. Bei Trauben habe ich die Erfahrung gemacht, dass man besser 1 Kilo bestellen sollte anstatt beispielsweise 2 Weinreben, da die Verkäuferin dann natürlich die größten heraus sucht. Die Verkäuferinnen verwickeln ihre Kunden sehr schnell in ein Gespräch und bieten alle ihre Früchte an. Wer nicht aufpasst verlässt den Pazar mit viel mehr Obst und Gemüse als geplant

Raus aus dem Pazar gibt es an der Stadtmauer des Diokletian Palast sehr viele Stände mit Klamotten. Diese sollte man sich nicht unbedingt kaufen. Oft steht auf der Kleidung „Hugo Boss“, „Calvin Klein“ oder sonstige Designernamen, aber schon ein Blick genügt um zu erkennen, dass es sich nicht um Originale handelt. Auch wenn die Preise sehr niedrig sind rate ich vom Kauf ab, da diese Sachen sehr schnell kaputt gehen. An den übrigen Ständen kann man aber viele kroatische Souvenirs, Lavendelöle und Hüte zu normalen Preisen kaufen.

Innerhalb des Diokletian-Palast sind alle größeren Klamotten-Firmen vertreten. Außerdem gibt es hier sehr viele Optiker mit Sonnenbrillen, Schuhgeschäfte und Bücherläden. Die Geschäfte sind meist klein und die Verkäufer sprechen einen mehr oder weniger direkt an. In den Läden erhält man meistens einen Rabatt von 10% wenn man sofort und bar bezahlt. In Split bieten viele Geschäfte an, z.B.: einen Sonnenbrille auf Raten zu kaufen. Die bekannteste Einkaufsstraße von Split ist die Marmontova Ulica auch wenn es hier nicht besonders viele Geschäft gibt.

Einkaufszentrum Joker

Das neue Einkaufszentrum Joker befindet sich auf der Put Brodarice 6 und man kommt daran vorbei, wenn man zum Stadion oder zum Marjan fährt. Es ist von überall aus sehr gut ausgeschildert. Das Einkaufszentrum zählt zu den größten Zentren der Stadt und hat auf 53000m² mehrere hundert Geschäfte! Die Auswahl ist sehr groß man findet sehr viele Geschäfte wieder, die man auch aus Deutschland kennt. Das Einkaufszentrum ist täglich von 08:00 – 22:00 und Sonntags von 08:00 – 15:00 geöffnet. Das Einkaufszentrum besitzt einen eigenen Parkplatz im Untergeschoss. Dort gibt es auch einen Handwaschstraße, wo man seinen Wagen günstig sauber machen lassen kann.

Im Einkaufszentrum gibt es außerdem ein Kino mit 6 Sälen für bis zu 850 Kinobesucher. Auf allen Etagen gibt es Cafés, aber auf der letzten Etagen gibt es außer den üblichen Cafés eine Weinbar und Restaurants. Zusätzlich gibt es oben ein Fitnesszenter. Auf jeder Etage gibt es viele sehr saubere Toiletten, die auch gut ausgeschildert sind.

Das Einkaufszentrum ist sehr sauber, macht einen sehr guten Eindruck und bietet den gewohnten Komfort. Wenn man es nicht besser wüsste, hat man das Gefühl man befindet sich in einem deutschen oder österreichischen Einkaufszentrum. Touristen aus Deutschland und Österreich werden hier sicherlich sehr viele Geschäfte wieder finden, die sie von zu Hause kennen, jedoch fehlt hier jeglicher Flair, den man in der Altstadt von Split findet.

Am Pazar gibt es sehr viel Obst und Gemüse, sehr viele frische Ware aus der Umgebung wird hier angeboten und man befindet sich am Diokletian-Palast. Bei Klamotten kann man sich streiten, jedoch liegt es auch im Auge des Betrachters ob man sich Kleidung im Urlaub kaufen muss.

Dalmatinische Vokabeln

Wer im Internet auf der Suche nach einem deutsch kroatisch Wörterbuch ist, der wird sicherlich auf croDict.com stoßen. Wer in Split unterwegs ist, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit viele Begriffe hören, die er im Wörterbuch nicht finden kann. Bei diesen Begriffen, Redewendungen und Ausrufen handelt es sich dann um typisch dalmatinische Wörter, die man nur in diesem Gebiet kennt und hört. Hier ist eine kleine Auflistung solcher typischen Begriffe im Vergleich zu den kroatischen Wörter und der deutschen Übersetzung.

 

Dalmatinisch Kroatisch Deutsch
beštija žvotinja Tier
beštimat psovat schimpfen, fluchen
beštimja psovka Schimpfwort, Fluchwort
bikar mesar Fleischer
butiga trgovina Geschäft
čer kči Tochter
čunka njuška Maul, Schnauze
diškulo propalica Haderlump/ Habenichts
fažol grah Bohne
fiščat zviždat pfeifen
frut plod Frucht
plod nogomet Fußball
ganač kuka Haken
grop čvor Beule, Knoten
gušt užitak Genuss, Gefallen
izist pojesti aufessen
jagla igla Nagel
judi ljudi Menschen
juva juha Suppe
kamara soba Zimmer
kantinela letva Leiter
kolajna ogrlica Halskette, Halsband
kolur boja Farbe
konat račun Rechnung
kontra protiv gegen
kruv kruh Brot
kudija kudjelja Hanf
kvasina ocat Essig
lapiš olovka Bleistift
lavel sudoper Waschbecken
lokat piti trinken
mača maćeha Stiefmutter
maška mačka Katze
mijur mjehur Luftblase
namisto umjesto stattdessen
omar odmah sofort
oštar krčmar Wirt, Schenkwirt
partiti otići gegen
peršona osoba Person
pinel kist Pinsel
prč jarac Steinbock
pulenta pura Pute
pupa lutka Puppe
skula škola Schule
skular učenik Schüler
ščap štap Stock
škajun kamenica Auster
škudela šalica Tasse
štraca krpa Tuch
šušpet sumnja Bedenken
žmul čaša Glas

Einmal durch die Innenstadt von Split – Reisebericht

In diesem Reisebericht beschreibe ich mit welcher Route man am besten alle Sehenswürdigkeiten von Split sehen kann. Am besten nimmt man sich dafür einen ganzen Tag lang Zeit, da Split relativ groß ist. Wir beginnen unsere Sightseeingtour durch Split an der Riva, wo sich der Parkplatz und die Taxen befinden. Hier gelangt man auch zum Busbahnhof von Split:

 

Riva

Zunächst gehen wir entlang der neuen Riva. Der offizielle Straßenname lautet eigentlich „Obala hrvatskog narodnog preporoda“. An der Riva kommen wir an ganz vielen Cafés mit Sonnenschirmen, Restaurants und Ständen die Ausflüge anbieten vorbei. Wenn die Sonne strahlt, reflektiert der weiße helle Beton so stark das Licht, dass man die Riva nur mit Sonnenbrille oder mit zusammen gekniffenen Augen betreten kann. Vorsicht ist auf der Riva geboten wenn der Boden nass wird. Auch im trockenem Zustand ist Vorsicht auf dem glatten Boden geboten, bei Regen ist die gesamte Riva spiegelglatt und die Gefahr das man ausrutscht sehr hoch. Wir gehen bis zum Ende der Riva, dort befindet sich ein Brunnen. Dort sehen wir einen großen Palast, der von einem roten Gebäude umgeben ist. Dies ist der Platz der Republik. Wer nun schon hungrig ist, der kann in die Seitenstraße links vom Platz der Republik gehen und kommt dort zum Imbiss „Kantun Paulina“, wo es sehr leckere Cevapcici im Fladenbrot gibt. Wir halten uns jedoch rechts am Platz und biegen in die Marmontova ulica ein.

Marmontova ulica

Hier sind wir nun auf der Einkaufsmeile von Split, die zu den teuersten Straßen von Split gehört. Früher durfte diese Straße noch befahren werden, heute ist sie jedoch eine Fußgängerzone. Ungefähr auf der Hälfte der Straße ist der Fischmarkt. Hier lohnt es sich morgens vor 8 vorbeizuschauen, da man dann hier sehr guten Fisch kaufen kann. Weiter aufwärts der Marrmontova ulica biegen wir in die Trogirska ulica und durchqueren nun die engen Seitenstraßen der Altstadt bis wir nach 10 Minuten am Park „Poljana Grgura Ninskog“ ankommen.

Grgur Ninski

Schon am Eingang des Parks fällt ins Auge wie gut gepflegt der Park ist. Eine riesige Statue den Grgur Ninski streckt sich in den Himmel. Wer hier seinen Zeh anfasst und die Augen schließt kann sich etwas wünschen. Aber auch ohne Wunsch bringt dieser Brauch Glück und Gesundheit. Nachdem wir unseren Wunsch ausgesprochen haben bewegen wir uns auf die Palastmauer zu, wo wir an einem kleinen Eingang ankommen. Hierbei handelt es sich um das Goldene Tor (Zlatna vrata). Wenn man nun weiter geradeaus geht kommt man nach wenigen Minuten zum Peristyl.

Peristyl

Am Peristyl angekommen sehen wir auch schon die Kathedrale von Split, den Glockenturm und das Tourismusbüro von Split. Hier gibt es Stadtkarten von Split und Informationen zu Ausflügen. Die Angestellten sprechen italienisch, englisch, deutsch und kroatisch und helfen gut und freundlich weiter. Im Peristyl gibt es ein Café, wo wir nun eine kleine Pause einlegen werden. Anschließend werden wir den Glockenturm von Split besteigen um uns einen Überblick von Split zu verschaffen

Glockenturm von Split

Der Eintritt in den Glockenturm von Split kostet 10kn / Person. Die Gänge sind sehr eng und dunkel. Stellenweise können nicht zwei Personen aneinander vorbei gehen. Die Treppe nach oben wackelt teilweise und ist nur rudimentär befestigt. Wer unter Höhenangst leidet sollte besser während des gesamtem Auf- und Abstiegs nicht nach unten sehen. Je nach Besucherandrang dauert es ein paar Minuten bis man oben angekommen ist, aber dann hat man einen Ausblick über ganz Split. Der Ausblick reicht vom Berg Marjan, bis nach Klis, den Hafen von Split und bis zu den Inseln Brač und Hvar.

Mausoleum oder auch Kathedrale von Split

In Kathedrale von Split, die früher das Mausoleum vom Kaiser Diokletian war, ist es leider verboten Fotos zuschießen. Wer hier einen Besuch plant solle auf entsprechende Kleidung achten: Frauen müssen ihre Schultern bedecken und mit kurzen Hosen ist man hier auch nicht gerne gesehen. Der Eintritt kostet weitere 10Kuna / Person. Die Kathedrale ist einen Besuch wert.

Vestibul

Raus aus dem Mausoleum und zurück zum Peristyl gehen wir nicht runter in die Keller des Diokletian Palasts, sondern an der seitlichen Treppe hoch und gelangen so in das Vestibul. Das von Außen eckige Gebäude ist im Inneren Rund. Früher gab es eine reich verzierte Kuppel, die das Vestibul bedeckte. Allerdings gibt es diese schon lange nicht mehr und so kann man durch das Loch in der Decke des Vestibuls nach Draußen einen Blick in den Himmel und die Spitze des Glockenturms werfen.

Keller des Diokletianpalasts

Nun gehen wir wieder zurück in das Peristyl und gehen die Treppen hinunter zu den Kellern des Diokletian Palasts. Hier gibt es sehr viele Stände, an denen man Souvenirs kaufen kann. Am Ende des Flurs kann man für 35Kuna / Person in die gut erhaltenen Kellerräume besichtigen.

Voćni trg und Narodni trg

Raus aus den Kellern und zurück auf die helle Riva! Hier folgen wir der Riva und biegen bei der ersten Möglich in den Voćni trg ein. Weiter hoch zu Maruliceva ulica kommen wir zum Narodni trg. Hier befindet sich auch das Silberne Tor vom Palast. Am Narodni trg trifft man immer auf eine große Menschenmasse. Dieser Platz war im Mittelalter das Zentrum der Stadt. Hier gibt es ein Museum, viele Restaurants und Cafés. Es gibt auch ein Geschäft von Kraš, wo es eine große Auswahl von kroatischen Pralinen gibt. Vom Narodni trg aus schlendern wir durch die engen Straßen über die Straße „Kraj sv. Marije“ am Fischmarkt entlang, kommen an der Marmontova ulica an. Wir spazieren weiter zum Kantun Paulina wo wir im Restaurant Galija eine Pause machen. Hier gibt es Steinofen Pizzen zu humanen Preisen und mit super Qualität.

 

Dies ist ein kleiner Reisebericht, wie man fast alle Sehenswürdigkeiten in Split sehen kann. Diese Tour dauert ungefähr einen Tag und ist abwechslungsreich und führt an allen interessanten Stellen von Split vorbei.

Reisebericht Split – Solin – Trogir – Split

Unseren letzten Sommerurlaub verbrachten wir in Split. Nachdem wir in der ersten Woche sehr viel in Split unternommen hatten und alle Sehenswürdigkeiten ausgiebig bewundert hatten beschlossen wir, dass es Zeit war auch mal die Städte in der Umgebung kennenzulernen. Wir einigten uns darauf früh aufzustehen, gut zu frühstücken und uns dann auf in das alte Städtchen Salona zu machen. Nach wenigen Kilometern erreichten wir Salona. Schon auf dem Parkplatz sahen wir alte Grabmäler und Skulpturen. Nicht weit entfernt befindet sich ein kleines Haus. Hier kauften wir unsere Eintrittskarten um das Gelände zu besichtigen und bekamen einen Flyer mit Beschreibungen ausgehändigt.

Obwohl es noch früh am Vormittag war, schien die Sonne vom wolkenlosen Himmel und es war schon sehr heiß. In unserem Reiseführer stand, dass Salona vor ungefähr 2000 Jahren errichtet wurde und damals dort über 60.000 Menschen wohnten. Die meisten Überreste sind teils unter Gras verdeckt und schon ziemlich in der Erde versunken, aber das Amphitheater ist noch recht gut erhalten und man kann die gigantischen Ausmaße erkennen. Man kann nach ganz unten klettern, wo früher die Schauspieler standen und die vielen Reihen nach oben sehen. Wir waren ganz schön beeindruckt, wie riesig das Amphitheater war. Außerdem kamen wir noch an einem Theater, dem Forum und einem imposanten Tor vorbei. Da es immer heißer wurde und die einzelnen Fundstücke teilweise ziemlich weit voneinander entfernt lagen war der Besuch zwar interessant aber auch ziemlich anstrengend. Auf dem Weg zurück zu unserem Auto kamen wir an einem kleinen schattigen Park vorbei, der ebenfalls zu der Ausgrabungsstelle gehört. Hier standen Bänke im Schatten und man konnte weitere Skulpturen und Denkmäler betrachten. Dann gingen wir noch kurz in das Haus, wo wir auch die Eintrittskarten gekauft hatten. Dort gab es einen Raum, der dem Entdecker der Fundstelle gewidmet ist. Hier gibt es Fotos und Notizen zu sehen, außerdem ein großes Buch, in das sich jeder Besucher eintragen kann. Neben vielen kroatischen Eintragungen fanden wir auch deutsche, englische, italienische und viele weitere.

Anschließend beschlossen wir nach Solin zu fahren, das aus dem ehemaligen Salona entstand. Hier setzten wir uns direkt in eins der unendlich vielen Cafés und bestellten erstmal etwas zur Abkühlung. Nach dem wir ausgetrunken hatten gingen wir weiter in die Stadt hinein. Hier gibt es alten Kirchen und einige schöne Häuser. Viel mehr kann man in Solin leider nicht sehen.

Da es erst früher Nachmittag war überlegten wir uns mal einen Abstecher nach Trogir zu machen. Wir hatten in unserem Reiseführer schon viel über die kleine mittelalterliche Stadt gelesen. Die Fahrt dauerte nicht lange und schon waren wir da. Wir ließen unser Auto außerhalb der Stadt stehen und machten uns die letzten paar Meter zu Fuß auf den Weg. Schon beim Aussteigen aus dem Auto sahen wir das Meer glitzern. Auf unserem Weg in die Stadt kamen wir an mehreren Häusern vorbei. Vor einem war ein Stand aufgebaut, an dem zwei Kinder Muscheln, Seeigel und anderes Meeresgetier verkauften. Die teilweise sehr großen Muscheln waren zwar schön anzusehen, aber irgendwie war der Gedanke auch unheimlich, dass dies alles aus dem Meer kam, in dem wir gestern schwimmen waren. Also gingen wir weiter ohne etwas gekauft zu haben. Nach knapp 15 Minuten erreichten wir die Innenstadt. Wir gingen durch ein schönes Steintor und befanden uns unmittelbar im Zentrum von Trogir. Kurze Zeit später kamen wir an einem Touristenbüro vorbei. Das war zwar noch im Umbau, aber trotzdem konnte man hier Karten, Bücher, Andenken und vieles mehr über Trogir, Split und Umgebung kaufen. Wieder draußen stießen wir auf eine sehr schöne und große Kathedrale. Allerdings hatten wir nicht die richtige Kleidung an und konnten deshalb das Innere nicht besichtigen. Der Eintritt kostet einige Kuna und so wie die Kirche von Außen aussieht lohnt sich der Eintritt auch. Wir machten nur ein paar Fotos und schlenderten dann auch schon wieder weiter.

In Trogir gibt es sehr viele Cafés und auch einige Restaurants, die teilweise ganze Hinterhöfe einnehmen. Allerdings waren wir wegen der Hitze nicht hungrig und da wir uns unterwegs etwas zu trinken gekauft hatten auch nicht durstig. Nachdem wir mehrere Male abgebogen waren standen wir auf der schönen hellen Riva. Auch hier gab es wieder ein großes Angebot an Restaurants, Cafés und Bars. Unter Palmen standen viele Bänke, von denen aus man einen guten Blick auf die prachtvollen Yachten hatte. Am Ende der Riva sahen wir eine alte Festung, das Kastell Kamerlengo. Wir bezahlten den Eintritt und stiegen bis nach oben auf die alte Festung hinauf. Hier hatten wir einen super Ausblick auf Trogir und machten schöne Fotos. Leider war es oben so windig, dass wir keine Fotos von uns machen konnten. Die Festung ist zwar klein, aber da sie noch sehr gut erhalten ist kann man sich hier vieles ansehen. Die Treppen in die höheren Etagen sind recht wackelig und schmal. Hier sollte man besser aufpassen und sich gut festhalten, vor allem das Runtergehen ist unangenehm.

Wieder draußen auf der Riva gingen wir noch durch die Altstadt und schauten uns weitere schöne Denkmäler und Sehenswürdigkeiten an. Als es langsam dunkel wurde machten wir uns über eine klappbare Brücke auf den Weg aus Trogir hinaus zu unserem Auto. Auf der Brücke, die Trogir mit Civo verbindet, herrschte reger Verkehr. In Trogir selbst fahren keine Autos, aber auf der Brücke kamen scheinbar kreuz und quer aus allen Richtungen Autos. Die beiden Bürgersteige waren voller Besucher und Einheimischer, die entweder nach Trogir oder die andere Richtung wollten. Wir warfen noch einen letzten Blick auf die schöne Kleinstadt und machten uns dann doch ziemlich erschöpft und müde auf den Heimweg wieder zurück nach Split.

Essen gehen in Split

In Split gibt es an jeder Ecke mindestens ein Restaurant. Scheinbar besteht die gesamte Innenstadt nur aus Restaurants und Cafés. Man sagt ja immer, dass man in der Innenstadt nicht essen gehen soll, da die Qualität zu wünschen übrig lässt, dafür die Preise aber sehr hoch sind. Diese Redensart trifft auch auf die Restaurants in der Innen- und Altstadt von Split zu: gesalzene Preise bei denen das Preis/Leistungsverhältnis nicht stimmt.

Als „Splicanin“ habe ich euch deswegen ein paar meiner Empfehlungen zusammengestellt, wo man gut und günstig essen gehen kann.

Kantun Paulina

Seit 37 Jahren gibt es diesen Imbiss schon, der die besten Cevapcici und Hamburger der Stadt verkauft. Die Cevapcici werde in Lepinja (Fladen) gefüllt, dazu gibt es Ajvar und natürlich Zwiebeln, die man aber auch weg lassen kann. Eine Portion kostet umgerechnet 2€ und stillt den kleinen Hunger gut. Die Cevapcici sind heiß, frisch und lecker. Kantun Paulina befindet sich in einer Seitenstraße die parallel zur Marmontova ulica führt und befindet sich hinter dem Platz der Republik.

Pizzeria Galija

Wer Hunger auf sehr gute Steinofen Pizza hat, der sollte zur Pizzeria Galija gehen. Diese befindet sich gegenüber vom Imbiss „Kantun Paulina“. Die Pizzen werden in einem Steinofen gebacken und schmecken sehr gut. Außer Pizza gibt es natürlich auch eine große Auswahl an Pastagerichten und Salaten, bekannt ist das Restaurant aber für seine leckeren Pizzen. Die Preise sind ungefähr wie in Deutschland. Aber dafür ist die Auswahl groß und die Qualität gut. Auch Extrawünsche wie spezielle Zusammenstellungen werden aufgenommen. Die Speisekarte ist auf kroatisch und Englisch.Die Inneneinrichtung ist rustikal. Die Bedienung ist für Split-Verhältnisse recht freundlich und spricht mehrere Sprachen.

Restaurant Stari Mornar

Das Restaurant Stari Mornar befindet sich in der Nähe des Hajduk Stadions. Das Restaurant hat einen großen Saal, einen Restaurant Bereich und einen Biergarten. An Sommerabenden kann man hier sehr schön draußen sitzen. Das Essen ist sehr gut und der Besuch eignet sich vor allem für kroatische Spezialitäten, Fleisch und Nudelgerichte. Die Preise sind günstiger als in Deutschland und die Qualität recht hoch. Es kann vorkommen, dass die Teller kalt sind und somit das Essen schnell kalt wird. Im Restaurant muss man für Brot (5-10kn) und Service(2kn pro Person) extra bezahlen. Die Bedienung ist freundlich und zuvorkommend. Das Restaurant ist ein bisschen versteckt und befindet sich hinter dem Stadion. Es gibt ausreichend kostenlose Parkplätze für die Gäste.

Restaurant Velo Misto

Auch ein sehr gutes Restaurant ist das Velo Misto in der Nähe der Tennisplätze und dem Krankenhaus von Split. Das Restaurant befindet sich auf der Straße „Šetalište kalafata 2“ und ist am besten mit dem Auto zu erreichen. Das Restaurant hat einen großen Innenbereich und einen Außenbereich mit Blick auf den Yachthafen. Die Preise für die Fleischgerichte sind etwas günstiger als in Deutschland. Salat und Beilagen müssen extra gezahlt werden und sind nicht in den Preisen der Hauptgerichte inbegriffen. Besonders die Steakvariationen mit panceta (Speck) sind sehr lecker. Das Restaurant hat auch viele kroatische Hausmannsspezialitäten.

Ansonsten ist auch die „Jumbo Pizza“ zu empfehlen. Hier bezahlt man für eine große Pizza 120Kuna und man erhält 4 nicht alkoholische Getränke umsonst. Die Bedienung ist nur zufriedenstellend, jedoch ist dies in ganz Split mehr oder weniger leider der Fall.