Dubrovnik

Dubrovnik, auch bekannt als „die Perle der Adria“ gehört zu den beliebtesten Städten an der Adriaküste. Jeder der einen Urlaub in Kroatien plant und sich mit den schönsten Städten des Landes beschäftigt, der wird eher früher als später auf Dubrovnik stoßen. Die wunderschöne mittelalterliche Altstadt bietet auf kleiner Fläche eine unglaubliche Dichte an interessanten Sehenswürdigkeiten und ist daher ein sehr beliebtes Reiseziel in Kroatien bei Besuchern aus aller Welt. Dubrovnik liegt in der Region Dalmatien gehört mit Recht zu der bekanntesten Stadt im Süden von Kroatien. Die dalmatinische Hauptstadt Split liegt nicht weit entfernt und wer dort seinen Urlaub verbringt sollte unbedingt auch einen Abstecher nach Dubrovnik machen und umgekehrt.

Um nach Dubrovnik zu kommen muss man nicht viel mehr machen als in ein Flugzeug zu steigen und kurze Zeit später ist man schon da. Zu Dubrovnik gehört ein Flughafen, der das ganze Jahr über von vielen deutschen Flughäfen mehrmals wöchentlich angeflogen wird. Am Flughafen gibt es von fast allen Mietwagen- Anbietern einen Stand und oder man kann mit einem öffentlichen Bus fahren. Da der Flughafen sich nicht in Dubrovnik selbst sondern in Cavtat, der südlichsten Stadt des Landes, befindet bekommt man nichts vom Fluglärm mit. Cavtat ist für viele erfahrene Kroatien-Urlauber der Ausgangspunkt um von dort aus nach Dubrovnik zu pendeln, denn dort kann man nicht nur viel günstiger übernachten sondern es gibt schöne Strände und günstige Restaurants. Von Cavtat aus kann man entweder mit einem Schiff, einem öffentlichem Bus oder dem Mietwagen nach Dubrovnik kommen. Allerdings sind Parkplätze in Dubrovnik absolute Mangelware und wer keine Lust hat ewig lange nach einem freien Parkplatz zu suchen sollte wenn möglich nicht mitdem Auto nach Dubrovnik kommen.

 Um mit dem Auto von Deutschland nach Dubrovnik zu gelangen muss man ein Gebiet durchqueren, das zu Bosnien Herzegowina gehört, denn mitten in Kroatien gibt es einen Bereich der nicht kroatisch ist. Daher unbedingt den Pass oder Personalausweis griffbereit haben, denn an beiden Grenzen muss man sich ausweisen und es kann auch passieren, dass man herausgewunken wird und das Auto kontrolliert wird. Die Autobahn in Kroatien befindet sich noch in der Ausbauphase, zur Zeit endet sie kurz hinter Split. Daher muss man den letzten Teil der Strecke auf der Landstraße zurücklegen. Besonders schön ist die Fahrt auf der Küstenstraße, aber der Fahrer muss starke Nerven haben, denn teilweise führt die Straße sehr dicht am Abgrund zum Meer vorbei und es ist sehr kurvenreich, dies hält aber kroatische Fahrer nicht von riskanten Überholmanövern auch an unübersichtlichen Stellen ab. Der glückliche Beifahrer kann den wunderschönen Blick genießen und das Meer tief unten glitzern sehen.

In Dubrovnik angekommen wird man von einem Durcheinander von vielen Sprachen empfangen. Da Dubrovnik bereits seit Jahren ein beliebtes Urlaubsziel ist hat sich die ganze Stadt auf Touristen eingestellt: es gibt sehr viele Hotels, Ferienhäuser und Ferienwohnungen und es gibt große Touristeninformationszentren. Um in die Altstadt von Dubrovnik zu kommen gehen die meisten Besucher durch das Pile- Tor, dies war lange Zeit das Haupttor in die Stadt und auch heute noch sehr stark genutzt. Im Sommer steht aus diesem Grund auch direkt hinter dem Tor eine Abtrennung, die die Menschenmasse in zwei Teile trennt, die eine Seite führt in die Stadt und die andere Seite führt aus der Stadt heraus.

Wer auf diesem Weg Dubrovnik betritt befindet sich direkt in Sichtweite zu zwei besonderen Sehenswürdigkeiten: dem Stradun, der Flaniermeile und dem Großen Onofrio Brunnen. Der Stradun unterteilt die Altstadt in zwei Hälften und führt schnurgerade zum ehemaligen Ausgang der Stadt. Nachdem ein schweres Erdbeben1667 große Teile von Dubrovnik zerstörte beschloss der Stadtrat um den Handel wieder anzutreiben, dass jedes Haus am Stradun im Erdgeschoss einen Laden haben musste. Heute befinden sich in den alten Läden Kisoks, Souvenir Shops oder Cafés. Alle Cafés haben Tische und Stühle raus gestellt, so dass man überall eine kleine Pause einlegen kann und die vielen Menschen beobachten kann.

Der Große Onofrio Brunnen ist ein beliebter Treffpunkt bei Einheimischen und Touristen, früher war er eine revolutionäre Erfindung und versorgte die ganze Stadt mit frischem Wasser aus einer weit entfernt liegenden Quelle. Auch heute noch wird das Wasser des Brunnens getrunken, viele Besucher halten ihre Trinkflaschen an die sprudelnden Öffnungen. Nebenbei ist der Brunnen auch noch eine künstlerische Meisterleistung und ein beliebtes Fotomotiv.

Wenn man dem Stradun folgt passiert man eine ganze Reihe an Sehenswürdigkeiten, besonders erwähnenswert ist noch der städtische Glockenturm mit seinen drei Uhren und zwei grünen Figuren, die die Glocken schlagen sowie der Sponza Palast. Eigentlich muss man nur seine Augen offen halten und den Blick schweifen lassen schon sieht man ein schönes Gebäude oder eine imposante Säule.

Eine weitere Sehenswürdigkeit von Dubrovnik fällt im ersten Moment gar nicht weiter auf. Es handelt sich hierbei um die fast zwei Kilometer lange Stadtmauer von Dubrovnik. Für umgerechnet 10€ kann man auf der Stadtmauer spazieren gehen und sich alles genau ansehen. Der stolze Preis lohnt sich und man sollte sich unbedingt die Zeit nehmen und sich alles genau ansehen. Die Mauer wurde über viele Jahrhunderte erbaut. Teilweise ist die Mauer über sechs Meter breit. Über jeden einzelnen Abschnitt gibt es einen Erlass, erst dann durfte der Bau beginnen. Dank der mächtigen Stadtmauer und den dazugehörigen Festungen Revlin, Bokar, Lovrijenac und Minceta galt Dubrovnik lange Zeit als uneinnehmbar und die Bürger waren geschützt vor Angriffen.

Doch nicht alle Angriffe auf Dubrovnik kamen in der Form von Soldaten, im Mittelalter wütete die Pest auch in Dubrovnik. Allerdings waren die Stadtväter sehr klug und umsichtig und bauten früh Lazarette. Aus Dubrovnik stammt auch der Begriff Quarantäne, denn Reisende oder Kaufleute die während der Pestzeit nach Dubrovnik einreisen wollten mussten zuerst 40 (quaranta ) Tage in diesen Lazaretten verbringen um sicher zu gehen, dass sie nicht krank waren. So schütze sich Dubrovnik zwar nicht vollständig vor der Seuche, musste aber im Vergleich zu anderen Städten nur geringe Verluste betrauern. Heute befinden sich in den alten Lazaretten Tanzschulen, Festsäle und Discos, nichts erinnert noch an ihre traurige Vergangenheit, im Gegenteil.

Wie ein Großteil der dalmatinischen Städte liegt auch Dubrovnik am Meer, allerdings gibt es keine schönen Strände dort. Etwas außerhalb der Altstadt gibt es Badeplateaus aus Beton, aber wirklich einladend sieht es dort nicht aus. Wer schöne Strände sucht und ein paar ruhige Stunden am Meer verbringen möchte, der sollte Dubrovnik lieber verlassen und in die Umgebung fahren, dort gibt es zahlreiche Strände und das Meer ist sauberer.

Dubrovnik gehört zu den kroatischen Städten, die man sich unbedingt mindestens einmal ansehen sollte. Die ganze Stadt verbreitet einen besonderen Flair und an jeder Ecke kann man etwas neues und interessantes sehen. Dubrovnik bietet für Reisende jeder Altersgruppe ein abwechslungsreiches Reiseziel und ist nur zu empfehlen. Da es unglaublich viel zu sehen gibt und man sich vor neuen Eindrücken kaum retten kann sollte man sich ausreichend Zeit für diese wunderbare Stadt nehmen und zwischen all den Sightseeing- Touren auch immer ausreichend Pausen einlegen um das gesehene Revue passieren zu lassen. Dubrovnik trägt seinen Spitznamen „Perle der Adria“ zu recht und ist immer eine Reise wert!

 

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