Festung des heiligen Ivan

Die Festung des Sveti Ivan, oder auf deutsch des Heiligen Johannes, grenzt sowohl ans Meer als auch an den Stadthafen. Der berühmte Dubrovnikaner und Ingenieur Paskoje Miličević plante im 16. Jahrhundert den Bau der Festung. Bevor der Wellenbrecher Kaše erbaut wurde war am Sveti Ivan eine schwere Eisenkette bis hin zum gegenüberliegendem Ufer gespannt, die den Schiffen auf dem Meer und den Einwohner Dubrovniks ein Gefühl von Sicherheit und Schutz vermitteln sollte. Als der Wellenbrecher fertiggestellt war, konnte auf diesen Schutz verzichtet werden und an der Stelle wo ehemals die Kette befestigt worden war stellten die Dubrovnikaner eine Statue ihres Schutzheiligen, dem Heiligen Balsius, auf. Die Blasius Figur auf der Festung des Sveti Ivan gehört zu den größten von ganz Dubrovnik.

In der Vergangenheit wurde die Festung durch zwei Türme in ihrer unmittelbaren Nähe flankiert: dem Mula Turm und dem Turm Sveti Ivan.

Die Mauern wurden im Laufe der Jahrhunderte immer weiter verstärkt, so dass heute selbst schwere Bombeneinschläge kaum mehr als kleine Risse in ihnen hinterlassen würde.

Die Festung ist heute für Besucher geöffnet, allerdings existiert sie nicht mehr in ihrer ursprünglich Funktion. Die kühlen und schattigen Räume im Erdgeschoss werden als Aquarium benutzt. Hier gibt es insgesamt weit über 20 Becken mit kleineren und etwas größeren teils einheimischen Fischen zu betrachten. Das Obergeschoss dient heute als Dubrovniks Schifffahrtsmuseum und bietet einen Einblick in die lange Geschichte der Seefahrerei in Dubrovnik.

Oben auf der Festung Sveti Ivan angekommen erwartet den Besucher ein riesiger Platz mit teilweise bis zu 4m hohen Wänden Richtung Innenstadt. Auf der Meeresseite sind die Mauern mit 2-4m etwas weniger hoch, boten aber dennoch ausreichend Schutz vor Kanonen, die von dort aus abgeschossen wurden. Man hat einen uneingeschränkten Blick auf die Insel Lokrum. Außerdem befinden sich zahlreiche Kanonen auf der Festung Sveti Ivan, sodass man hier schöne und detailreiche Fotos schießen kann.

Wer die Festung verlässt dem wird auffallen, dass zwischen der Stadtmauer und den angrenzenden Häuser ein Abstand von 2m eingehalten worden ist. Diesen Abstand legten der Senat fest, damit falls die Stadt eingenommen wurde die Häusern den Angreifern keinerlei Möglichkeiten zum Verstecken bieten konnten.

Am Ausgang der Festung findet man eine Guillotine. Dort kann man lustige Fotos machen, indem man seinen eigenen Kopf oder den seiner Begleitung durch die Öffnung steck. Von der Festung Sveti Ivan aus hat man einen schönen Blick auf den alten Hafen von Dubrovnik.

Von dort aus kann der Besucher die Tour auf der Stadtmauer verlassen oder weiter zur Festung Minčeta gehen und dort die Tour verlassen.

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