Jüdische Synagoge

Schon im 13. Jahrhundert lebten Juden in Dubrovnik. Als im 15. Jahrhundert in Spanien die Judenvertreibung ihren traurigen Höhepunkt erlebte flüchteten viele Juden nach Dubrovnik. Hier konnten sie ein verhältnismäßig freis Leben führen, fleißig dem Handel nach gehen und so erfolgreiche Geschäfte abschließen. Die alteingesessenen Dubrovniker und die jüdischen Flüchtlinge lebten friedlich nebeneinander, beide verband das Bestreben gemeinsame Interessen zu erreichen. Ab 1546 lebten die Juden in Dubrovnik in einem Ghetto, der Zudioska ulica, auf deutsch bedeutet dies Judenstraße. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts begannen die ansässigen Juden mit dem Bau der ersten europäischen Synagoge. Diese wurde leider durch das starke Erdbeben 1667 beschädigt. Im Inneren ist die Synagoge im barocken Stil gehalten. Das Gebäude, in dem sich die Synagoge befindet, ist gleichzeitig auch ein Museum und das Amt für die jüdische Gemeinde in Dubrovnik. Im Museum findet man viele alte jüdische Gegenstände aus der Liturgie, deren Alter zwischen dem 16. und 19. Jahrhundert datiert sind.

Die jüdische Synagoge war das erste nicht christliche Gotteshaus, deren Errichtung die Regierung in Dubrovnik innerhalb der Stadtmauer erlaubte. Heute gilt sie als die zweitälteste noch erhaltene Synagoge der Welt.

Die jüdische Synanoge befindet sich in einer der unzählig vielen Seitenstraßen von Dubrovnik. Genauer gesagt befindet sie sich in der dritten Seitenstraße von der Orlando-Säule aus gesehen auf dem Stradun. Das obige Bild zeigt leider nur ein Geschäft mit jüdischen Souvenieren und Touristenmitbringseln, da es zum Zeitpunkt des Fotos schon dunkel war. In unmittelbarer Nähe befindet sich die Orlando-Säule, die Nikolaus-Kirche, der Luža Platz, der Sponza-Palast und der kleine Onofrio Brunnen.

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