Kirche des Heiligen Ignatius

Wenn man den städtischen Marktplatz, den Gundlićeva Poljana, verlässt steuert man automatisch auf eine imposante Treppe mit Aussichtsplattform zu. Wer oben steht und auf den Platz herunter sieht bemerkt erst wie viel niedriger sich dieser befindet. Über die Treppe gelangt man in den Südteil von Dubrovnik. 1738 wurde der Bau an der prachtvollen Treppe, die der bekannten Treppen des Spanischen Platz in Rom nachempfunden ist fertig gestellt. Natürlich ist die Treppe in Dubrovniks um ein vielfaches kleiner als das Original in Rom und so fügt sie sich harmonisch in das Stadtbild ein.

Die Hauptattraktion im südlichen Teil Dubrovniks ist die im Barockstil erbaute Jesuitenkirchen, deren Bau 1725 beendet wurde. Diese ist die erste Kirche der Jesuiten in Dubrovnik, auch wenn bereits seit 16. Jahrhundert Jesuiten in Dubrovnik lebten. Den Jesuiten war es erst nach dem schweren Erdbeben 1667 mögliche eine Kirche zu bauen, da sie vorher nicht über genügend freie Fläche verfügten. Nach dem Beben kauften sie einige der zerstörten Häuser und Felder auf und erlangten so ein entsprechend großes zusammenhängendes Grundstück um dort eine Kirche, ein Kloster und eine öffentliche Schule, das Collegium Ragusinum, zu erbauen.

Die Kirche ist prunkvoll mit Marmor eingerichtet und verfügt über eine große Anzahl von prächtigen Altarbildern und Heiligendarstellungen. Berühmt ist die Jesuiten Kirche in Kennerkreisen auch wegen ihrer Darstellungen aus dem Leben des heiligen Ignatius und seinen Anhängern, die der spanische Künstler Gracia in Szenen verewigt hat.

Heute befindet sich in der ehemaligen Kirche ein Gymnasium und bischöfliche Priesterseminare werden dort abgehalten.

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