Kirche Sigurata

Der Name der kleinen Kirche leitet sich von dem lateinischen Wort Transfigurata ab, das auf deutsch soviel bedeutet wie Umwandlung oder Umgestaltung. Auf einer Tafel in der Ulica od Sigurate wurde in Andenken an die Besuche des heiligen Franziskus eine Inschrift über die Kirche und das dazugehörige Kloster gemeißelt. Das interessanteste an der Sigurata Kirche, die sich in unmittelbarer Nähe zur Ulica Mala befindet, ist ihr Alter: Der Grundstein für den Kirchenbau wurde im 6.Jahrhundert gelegt. Aus den Steinmauern des ursprünglichen Kirchenfundaments heraus wurde die Kirche vergrößert und erweitert. Da der vorromanische Bau nur über ein Kirchenschiff verfügt geht die Kirche in der übrigen Pracht und Intensität Dubrovniks ein bisschen unter und nicht jeder Besucher wird sie bemerken.

Nach dem jüngsten Angriff auf Dubrovnik im kroatischen Unabhängigkeitskrieg wurde die Sigurata Kirche Opfer eines Bombenangriffs und wurde anschließend nahezu von Grund auf wieder aufgebaut. Eine Besonderheit der Sigurata Kirche ist die Abbildung des Jesuskinds mit Schmuck und Kleidung, die von der Schwester des bekannten Wissenschaftlers Boskovic gespendet wurde.

Ein kleines Nonnenkloster, das im 17. Jahrhundert errichtet wurde befindet sich direkt neben der Kirche. Die Nonnen bestritten dort ihren bescheidenen Lebensunterhalt indem sie die in eigener Herstellung produzierten Hostien, Kleiderspitzen und -stoffen an die benachbarte Kirche verkauften.

Heute befindet sich in dem  ehemaligen Kloster ein Museumsraum, der unter anderem Gemälde und alte Messgewänder zeigt. Im Museum des Klosters können Interessierte ebenfalls einen Blick auf die alten Handwerkszeuge der Nonnen, wie beispielsweise alte Webstühle, werfen.

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