Städtischer Glockenturm

Der im 15. Jahrhundert erbaute städtische Glockenturm ist mit seinen über 30m schon von Weitem aus zu sehen und somit ebenfalls ein besonderes Wahrzeichen Dubrovniks. Der Glockenturm verfügt über 3 verschiedene Uhren, die alle vom Stradun aus zu lesen sind: eine mit römischen Zahlen, eine digitale Zeitangabe und eine, die den Mondwechsel angibt.

Zu jeder vollen Stunde schlagen zwei kleine grüne Soldatenfiguren (Zelenci), bei den Einheimischen bekannt als Maro und Baro, mit ihren Knüppeln die Glocke. Die ursprünglichen Holzfiguren wurden schon wenige Jahre nach Fertigstellung des städtischen Glockenturms durch zwei Bronzefiguren ersetzt. Die heutigen Figuren sind lediglich Nachbildungen, die Originale sind Museumsstücke und können im Rektorenpalast betrachtet werden.

Eine neue und größere Glocke erhielt der städtische Glockenturm durch den Glocken- und Kanonengießer Rabljanin, der auf der Terrasse des Revlin tätig war, im Jahr 1506, die auch heute noch läutet.

Der städtische Glockenturm überstand als eines der wenigen Gebäude das Beben vom 1667 mehr oder weniger unbeschadet. Erst im Jahr 1929 ermöglichte es eine große Spende des nach Südamerika ausgewanderten Babrica, ursprünglich von der Insel Kolocep stammend, den Turm komplett zu restaurieren und die Mängel zu beheben. Der Turm trägt daher bei den Dubrovnikanern auch den Namen “Baburicas Turm”.

Eine Gedenktafel im unteren Teil des Glockenturms erinnert an den Besuch von Papst Johannes Paul II im Jahr 2003.

Der Glockenturm gehört zu den höchsten Glockenturm der Stadt und ist von der Seeseite aus zu sehen. Zu Weihnachten schmücken ihn viele leuchtende Lichterketten, so dass dieses strahlende Wahrzeichen der Stadt schon von weit her sichtbar ist.

Der Glockenturm bildet den Abschluss des Straduns und befindet sich direkt am Sponza-Palast, der Orlando-Säule, dem kleinen Onofrio Brunnen und auf dem Weg zum alten Hafen. Der Glockenturm eignet sich sehr gut als Treffpunkt, wenn man mit vielen Leuten Dubrovnik erkunden möchte.

Es ist leider nicht möglich den Glockenturm zu besteigen, obwohl sich von dort aus sicher ein wunderschöner Blick auf den Stradun bis hin zum alten Hafen ergeben würden.

Speak Your Mind

*