Inseltour Split Vis Brac Hvar

Wir waren mittlerweile schon einige Tage in Split und hatten sehr viele interessante Sachen gesehen, leckere Restaurants besucht und dem großen Shoppingcenter Joker einen Besuch abgestattet. In unserem Reisführer fanden wir den Tipp, wenn man sich hier aufhält dann auch mal einen Tagesausflug zu den Inseln Brac, Hvar oder Vis zu machen. Am nächsten Abend haben wir uns am Hafen von Split informiert, wie teuer die einzelnen Überfahrten sind und wie lange die Fahrten dauert. Unser erstes Ziel sollte die Insel Vis werden.

Insel Vis

Um möglichst viel Zeit auf der Insel zu verbringen wollten wir schon ganz früh losfahren, da die Insel Vis, die am weitesten vom Festland entfernte Insel Kroatiens ist. Pro Person zahlten wir gut 7 € für die Fähre. Da wir die letzten Tage schon sehr viel mit dem Auto unterwegs gewesen waren beschlossen wir unseren Mietwagen in Split zu lassen und nicht mit auf die Insel zu nehmen. Da es bereits morgens ziemlich warm war und die Sonne vom makellos blauem Himmel schien setzten wir uns nach ganz oben auf´s Deck. Bis alle Passagiere und alle Autos an Bord waren verging eine ganze Weile. Allerdings fuhren wir trotzdem pünktlich ab. Wir genossen den Ausblick auf den Hafen von Split und freuten uns schon sehr auf unseren Tag auf der Insel Vis. In der Hektik rechtzeitig am Hafen zu sein hatten wir vergessen etwas zu trinken mitzunehmen und kauften uns deshalb am Bordkiosk eine Flasche Wasser. Wie schon erwartet waren die Preise gesalzen und die Auswahl klein. Nach ca. 2.5 Stunden auf dem sehr windigen Oberdeck des großen Schiffes kamen wir endlich in Vis an. Auch wenn es immer noch ziemlich früh am Morgen war, herrschte hier schon Gedränge. Viele Autos und neue Passagiere wollten einsteigen, da die Fähre anschließen wieder zurück nach Split fuhr. Am Hafen fiel uns direkte ein große Kirche auf. An der Hafenstraße befinden sich kleinere Geschäfte, ein Café und sonst außer der Busstation nicht mehr viel. Da die Busse nur alle 4 Stunden fahren beeilten wir uns den Bus zu bekommen, der uns nach Komiza bringen sollte. Komiza ist der für Touristen interessanteste Ort der ehemaligen Militärinsel. Für wenige Kuna fuhren wir ca. 15 Minuten nach Komiza. Hier angekommen standen wir unmittelbar vor einer Straße voller Cafés, Restaurants und Touristenagenturen. Da wir noch nichts gefrühstückt hatten setzten wir uns in eins der zahlreichen Cafés. Die Speisekarten und Getränkeauswahl der Restaurants ist ziemlich ähnlich. Die Preise hier sind nicht gerade niedrig und ungefähr so hoch wie in Deutschland. Als der Kellner bemerkte, dass wir aus Deutschland kommen wechselte er von englisch in deutsch.

Als wir fertig gegessen hatten schauten wir uns ein bisschen die Insel an. Da erst seit wenigen Jahren Touristen hierhin kommen dürfen gibt es außer den Cafés und Restaurants nicht so viel zu sehen. An der Riva gibt es viele Stände, die Schiffstouren verkaufen. Wir entschieden uns für eine Inselrundtour, die auch einen Besuch in der Blauen Grotte und der Grünen Höhle umfasste. Außerdem stand noch einen Abstecher in einen alten U- Bootbunker in der Beschreibung der Tour. Da die Fahrt erst ca. eine Stunde später beginnen sollte gingen wir die Straße weiter und kamen an einem kleinen Kiesstrand vorbei. Das Wasser ist wie auch in Split sehr klar und sauber. Wir gingen noch ein Stück weiter und sahen eine kleine Kirche mit einem Friedhof.

Wieder zurück an der Riva legte unser kleines Boot gerade an. Wir und noch acht andere stiegen ein und dann ging die Fahrt auch schon los. Das Meer war ziemlich unruhig und unser kleines Boot schaukelte gewaltig hin und her. Der Bootsführer, ein kleiner älterer Kroate, der so gut wie kein englisch sprach wirkte allerdings nicht beunruhigt sondern lachte bei jeder neuen Welle. Kurz nachdem wir von Vis losgefahren waren kamen wir zu der berühmten Blauen Grotte. Da der Eingang sehr flach ist mussten wir uns alle in unserem Boot ducken, um nicht mit den Köpfen an die Steine zu kommen. Genau wie auf den Fotos auf dem Stand, wo wir die Karten für die Tour gekauft hatten, strahlte die gesamte kleine Grotte in türkis-blau. Das Wasser war ziemlich kühl und wunderschön anzusehen. Da wir in der Hauptsaison da waren, waren außer uns noch zwei andere Boote in der Höhle. Da man hier nicht ins Wasser gehen darf dauerte die Besichtigung auch nur ca. 10 Minuten. Dann ging die Fahrt weiter. Später kamen wir zu der Grünen Höhle, durch ein Loch in der Höhlendecke, das ungefähr so groß wie ein Fußball ist, fällte ein Lichtstrahl in die Höhle und lässt die ganze Höhle in grünem Licht erleuchten. Da man hier schwimmen kann haben wir hier eine längere Pause eingelegt. Dann ging es weiter zu dem U- Bootbunker, hier konnte man nichts interessantes sehen. Da die letzte Fähre bald ablegen sollte verließen wir am Hafen von Vis das kleine Boot. Weil wir noch etwas Zeit hatten legten wir uns auf eins der Badeplateaus in der Nähe der Kirche am Meer und warteten auf die Fähre.

Als wir wieder in Split waren wurde es schon langsam dunkel und wir waren müde von dem ereignisreichen Tag und der vielen frischen Luft.

Insel Hvar

Freunde von uns hatten letztes Jahr einige Tag auf der Insel Hvar verbracht und uns deshalb dringend empfohlen von Split aus einen Ausflug auf eine der größten kroatischen Inseln zu machen. Nur wenige Tage nach unserem Ausflug auf die Insel Vis kauften wir uns deshalb Tickets für eine Fahrt nach Hvar. Da Hvar und Split ungefähr 50 Kilometer von einander entfernt liegen und die Fahrt knapp 2 Stunden dauert beschlossen wir auch hier wieder eine der frühen Fähren zu nehmen, damit wir auch genügend Zeit hatten die Insel, die in unserem Reiseführer als Lavendelinsel bezeichnet wird, zu erkunden. Da es sehr viele Fährverbindungen zwischen Split und der Insel gibt waren nicht so viele andere Fahrgäste an Bord und so fanden wir einen guten Platz, von wo aus wir alles sehen konnten. Diesmal hatten wir uns etwas zu essen und trinken mit genommen und frühstückten erstmal unsere mitgebrachten Brote und das frische Obst vom Pazar. Da wir bei unserer letzten Fahrt gefroren hatten setzten wir uns nicht nach ganz oben sondern auf das Mitteldeck, von wo aus wir einen guten Blick hatten. Als wir endlich in Hvar ankamen fiel uns auf, wie viele Autos mit italienischem Kennzeichen hier herumfuhren und statt kroatisch hörten wir überwiegend italienisch. Kein Wunder, da die Insel nicht weit von Italien entfernt ist und für kroatische Verhältnisse zwar teuer ist, aber für italienische Verhältnisse recht günstig ist. Wir hatten uns vorher ein bisschen über die Insel Hvar informiert und da wir uns unbedingt die Kirche des Heiligen Stephans ansehen wollten hatten wir entsprechende Kleidung gewählt. Der prächtige Bau aus der Epoche der Renaissance dominierte den Platz im Stadtzentrum, so dass wir keine Probleme hatten die Kirche zu finden. Die dreischiffige Kathedrale enthält gotische Elemente und ist sehr schön anzusehen. Da wir von den barocken Altaren gelesen hatten gingen wir zielstrebig dorthin. Auch der Altar der Familie Hektorovic, der von einer Muttergottes Statue geziert wird war so hübsch anzusehen wie wir uns vorgestellt hatten. Raus aus der Kirche gingen wir zum angrenzenden Glockenturm. Auch hier mussten wir einige Kuna bezahlen, damit wir ihn besichtigen konnten. Der Aufstieg war recht anstrengend, da es mittlerweile schon ziemlich warm geworden war und außer uns auch viele andere Besucher da waren. Aber als wir oben angekommen waren hatten wir einen wunderschönen Blick auf den Ort. Wir konnten nicht nur das glitzernde Meer sehen sondern auch andere beeindruckende Gebäude der Stadt.

Anschließend machten wir einen Abstecher zu der Spanischen Festung. Da wir nun doch allmählich hungrig und durstig wurden machten wir uns auf die Suche nach einem passenden Restaurant. In Hvar gibt es eine riesige Auswahl an Cafés, Imbissen und Restaurants daher dauerte unsere Suche nicht lange, und wir hatten rasch ein ansprechendes Restaurant mit schönen Blick gefunden. Die Preise waren verhältnismäßig hoch aber dafür war das Essen auch leker. Leider waren die Portionen ziemlich klein.

Nach dem Essen sind wir noch ein bisschen durch die Innenstadt geschlendert und haben das schöne Wetter und den Flair der Insel gen0ssen.

Am frühen Abend haben wir die Fähre zurück nach Split genommen und kamen wieder erst im Dunkeln dort an. Da der Tag lang, spannend und abwechslungsreich gewesen war waren wir sehr erschöpft aber freuten uns auch schon auf den nächsten Inselausflug, den wir für wenige Tage später geplant hatten.

Insel Brac

Für unseren letzten Inselausflug hatten wir uns die Insel Brac aufgehoben. Wir hatten schon viel über die Insel gelesen und gehört und sie uns somit als Highlight zum Abschluss unseres Urlaubs aufbewahrt. Nach der bewährten Methode standen wir wieder früh auf um eine frühe Fähre zu erwischen und frühstückten während der Schifffahrt. Die Fahrt dauerte nur knapp eine halbe Stunde und schon von weiten konnten wir die großen Hotelkomplexe der Insel sehen. Da die Innenstadt von Supetar, neben Bol die bei Touristen beliebteste Stadt der Insel, für Autos gesperrt ist hatten wir auch diesmal darauf verzichtet unseren Wagen mitzunehmen. Zuerst gingen wir an der von Palmen gesäumten Riva entlang an alten österreichischen Prachtvillen und setzten uns in eins der vielen Cafés um erst einmal einen leckeren Kaffee zu trinken und einen Plan zu machen, wo wir überall hingehen wollten.

Als erstes gingen wir zu der Kirche des Sveti Petar. Die Kathedrale aus dem 17. Jahrhundert hat im Inneren 2 schmucke Säulenreihen und einige Altäre in den seitlichen Nischen. Aber am Schönsten ist die pastellfarbene Stuckdecke, von der perlenbesetzte Leuchter herabhängen. Außerdem besichtigten wir noch die Altarbilder und ein Weihwasserbecken. Anschließend statteten wir dem alten Rathaus mit Glockenturm noch einen Besuch ab und tauchten dann in die kleinen engen Altstadtgassen ein. Da die Gassen alle sehr ähnlich aussehen hatten wir einige Mühe uns nicht zu verlaufen.

Dann machten wir uns auf die Suche nach dem Mausoleum der Familie Petrinovic. Selbst im hellen Licht der Mittagssonne war der Ort in eine etwas gruselige und unheimliche Atmosphäre getaucht. Wir haben uns die Kapelle, die Grabstätten und die großen Gruften angesehen. Auch wenn es hier sehr schöne alte und historische Gräber zu besichtigen gab muss ich sagen, dass ich hier nicht in der Abenddämmerung oder alleine her kommen würde.

So nun hatten wir genug Kultur erlebt und auch unsere Mägen meldeten sich langsam. Also machten wir uns auf die Suche nach einem netten Restaurant. Nach einem guten Essen gingen wir zum bekannten Strand „Goldenem Horn“ und verbrachten die restlichen Stunden auf der Insel an diesem wunderschönen Strand. Schweren Herzens nahmen wir abends die Fähre wieder zurück nach Split, denn am nächsten Tag ging abends unser Flieger zurück nach Deutschland. Auf der Fahrt zurück ließen wir noch einmal den Tag Revue passieren und freuten uns schon dort auf unseren nächsten Urlaub auf den dalmatinischen Inseln.

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