Kathedrale Sveti Duje Split

Die Kathedrale von Split liegt sehr zentral in der Altstadt. Die Kathedrale schließt östlich an des Peristyl an, da sie früher das Mausoleum des Kaisers.

Die Kirche verfügt über einen überdachten Außengang, der von einigen runden Säulen eingerahmt wird. Der Grundriss ist rund, im Inneren ist die Kathedrale unterteilt durch halbrunde und eckige Abgrenzungen. Die runde Kuppel wird getragen von zwei Säulenreihen, jede Säule ist reich geschmückt durch farbige Steine und Reliefs. Auf einem der Reliefs befindet sich eine Abbildung des Kaisers Diokletian und seiner Kaiserin Prisca eingerahmt in Lorbeerkränze. Geflügelte Knaben tragen diese Kränze. Zu ihrer Bauzeit war die gesamte Kuppel durch ein Mosaik verschönert, das heute leider nicht mehr vorhanden ist. Man geht davon aus, dass bis ins frühe Mittelalter hinein an dieser Stelle die Särge des Kaiserpaares standen.

Als der Palast sich im Laufe der Zeit in einer Stadt verwandelte wurde aus dem Mausoleum eine Kirche. Zuerst trug sie den Namen „Kathedrale der Heiligen Maria“ wurde allerdings schon wenige Jahre später umbenannt in „Kirche des Heiligen Dominius“. Dieser Name geht zurück auf einen Märtyrer aus der Stadt Solin, ihm zu Ehren wurde bereits im Mittelalter ein Altar in der Kathedrale errichtet.
Das berühmte Wahrzeichen von Split, der Glockenturm, wurde im 14. Jahrhundert fertig gestellt und liegt genau gegenüber vom Eingang der Kathedrale. Geprägt war der Bau ursprünglich zwar vor allem durch den romanischen Baustil, es gab aber auch vereinzelte Elemente von Gotik in Renaissance. Als der Glockenturm jedoch im 19. Jahrhundert komplett restauriert wurden musste, ersetzten die Baumeister alle Bauteile, die nicht dem romanischem Stil entsprachen in Nachbildungen des gotischen Stils. Viele baufällige Originalteile wurden ausgetauscht um die Statik des Turms wieder herzustellen. Im Stadtmuseum werden heute noch einige der Originalteile aufbewahrt.
Durch diese gründlichen Baumaßnahmen steht der Glockenturm von Split zwar noch, hat allerdings nicht mehr viel Ähnlichkeit mit seiner ursprünglichen Vielfalt und Lebendigkeit.

Heute kann man für 10 Kuna auf den Glockenturm hinaufsteigen. Teilweise ist der Aufstieg ziemlich wackelig und es gibt nicht überall Handläufe. Vor allem am Eingangsbereich der Treppe sollte man auf seinen Kopf aufpassen, da die Decke hier sehr niedrig ist. Auf dem Weg nach oben gibt es zwei Plattformen, von denen man aus den Fenstern hinunter auf die Stadt sehen kann. Ganz oben angelangt befindet man sich auf einem überdachten schmalen Gang um den Glockenturm herum. Von hier aus bietet sich ein sehr guter Blick auf die ganze Altstadt von Split. Man sieht den Marjan, den Hafen und je nach Wetterlage kann man sogar bis zur Festung Klis schauen.

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