Vestibul in Split

Das Vestibul in Split befindet sich in der Südseite des Diokletian Palasts. In das Vestibul gelangt man, wenn man die seitlichen Treppenstufe am Peristyl hochsteigt und durch das mittlere Tor geht. Das Vestibul stellt lediglich den Vorraum zu den eigentlichen Kaisergemächern dar, beeindruckt aber bereits durch seine Größe und die damit verbundene Macht. Von Außen betrachtet ist das Vestibul viereckig, wenn man sich jedoch in seinem Inneren befindet ist man überrascht, dass es hier rund ist. Das Eingangstor, das vom Peristyl aus betrachtet rund wirkt ist auf der Innenseite eckig. Oberhalb des Tores befindet siche eine mit Ornamenten verzierte Leiste. Die mehrere Meter hohen Mauern sind unterbrochen durch Rundfenster und runde Nischen an den Seite.

Die Kuppel, die früher auf dem Dach des Vestibuls saß ist im Laufe der Jahrhunderte zerstört worden und anschließend nicht wieder erneuert worden. Durch das meterbreite Loch fallen bei Sonnenschein Lichtstrahlen in das Vestibul und lassen es noch größer und beeindruckender erscheinen. Wenn man sich in der Mitte des runden Raums befindet und nach oben sieht kann durch das Loch in der Decke die Spitze des Glockenturms erkennen. Wie groß der Raum ist, kann man in der Hochsaison erkennen, wenn trotz vieler Menschen im Vestibul und durchströmender Passanten, genug Platz und Ruhe bleibt um das Gebäude zu betrachten. In früheren Zeiten waren sogar die Wände und der Boden mit Marmorplatten und Mosaiken geschmückt, wahrscheinlich um den Besuchern die Macht und den Reichtum des Kaisers noch intensiver vor Augen zu führen. Es stellt sich natürlich die Frage, wie pompös und dekadent erst die privaten Gemächer des Kaisers, der einen gottähnlichen Status besaß, ausgesehen haben können. Leider sind diese durch viele Umbauten innerhalb des Diokletian Palasts nicht mehr eindeutig rekonstruierbar und bleiben somit sein Geheimnis.

Vor dem Vestibul befand sich die Ehrenloge für den Kaiser, von der aus er zu besonderen Anlässen die Huldigungen seines Volkes entgegen nahm.

Wenn man das Vestibul auf der nördlichen Seite wieder verlässt findet man sich unmittelbar vor dem Ethnografischen Museum wieder. Hier gibt es ein kleines Restaurant, das direkt an das Museum anschließt. Im Museum findet man neben vielen alten kroatischen Trachten und Schmuck auch alte handwerkliche Gegenstände aus dem Landleben und Volkskunst. Gegründet wurde das Ethnografische Museum bereits 1910 und war zuerst am Volksplatz untergebracht.

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