Insel Vis

Eine der weniger bekannten aber nicht minder schönen Inseln ist die kleine Insel Vis. Vis ist die am weitesten vom kroatischen Festland entfernte Insel und wurde daher lange Zeit als Militärbasis genutzt. Für ausländische Touristen ist Vis erst seit knapp 20 Jahren geöffnet, stellt sich aber immer mehr auf den Tourismus ein und ist bereits heute ein beliebtes Reiseziel bei vielen Kroatienkennern. Im Gegensatz zu den bekannten kroatischen Inseln Krk, Brač und Hvar geht es auf Vis noch etwas ruhiger zu, dass wird sich aber mit Sicherheit bald ändern. Vis ist eine interessante Alternative wenn man Urlaub in Kroatien machen möchte, aber nicht in einem überfüllten Ferienort landen möchte.

Vis besteht hauptsächlich aus zwei Orten, der gleichnamigen Inselhauptstadt Vis Stadt und der Touristenstadt Komiža. Da es auf der Insel Vis keinen Flughafen gibt muss man mit der Fähre hierher kommen. Von der dalmatinischen Stadt Split aus gibt es mehrmals täglich Fähren, die Besucher zur Insel oder wieder zurück auf´s Festland bringen. Wer seinen Urlaub in Kroatien auf der Insel Vis verbringen möchte, sollte sich trotzdem nicht die Chance entgehen lassen und sich die wirklich sehr schöne und interessante Altstadt von Split ansehen. Am besten plant man für eine Stadttour zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten und einem Kaffee in einem Café auf der Riva, der Uferpromenade mindestens drei Stunden ein und nimmt einfach eine spätere Verbindung nach Vis. Die Überfahrt dauert ca. 2,5 Stunden. Auf dem Deck der Fähre ist es sogar im Hochsommer ehr windig und kühl, besser hält man sich im Zwischendeck auf, von dort hat man ebenfalls eine gute Aussicht spürt den Wind aber nicht so stark. Man kann sein Auto mit nach Vis nehmen, was für alle zu empfehlen ist, die vorhaben länger auf Vis zu bleiben, da dort nur sehr vereinzelt Busse fahren.

 Am Hafen in Vis Stadt angekommen fällt einem direkt auf, dass Vis eine kleine Insel ist. Sobald der Trubel der an- und abreisenden Touristen sich aufgelöst hat wirkt die Uferpromenade selbst mitten am Tag in der Hochsaison wie leergefegt. Die meisten Besucher halten sich am Strand auf oder besichtigen die Sehenswürdigkeiten. Schon von der Fähre aus kann man das alte Franziskaner- Kloster sehen. das Kloster wurde im 16. Jahrhundert auf den Ruinen eines Theaters gebaut. Im folgenden Jahrhundert bauten reiche Adlige von den benachbarten Inseln hier ihre Ferienvillen, da das Klima auf Vis viel angenehmer ist als beispielsweise auf Hvar. Des weiteren gibt es noch zwei sehr gut erhaltene Kirchen zu sehen und nicht weit entfernt befinden sich zwei Badeplateaus, auf den man in der Sonne liegen kann oder ins Meer gehen kann.

Fast alle Besucher zieht es allerdings weiter Komiža. Wer ohne Auto auf Vis ist, sollte nach Verlassen der Fähre ohne Umweg direkt zum Bus gehen, da dieser nur alle paar Stunden fährt. Die Fahrt dauert nur ca. eine halbe Stunde und man kann einen Großteil der Insel sehen, da sich Komiža auf der anderen Seite der Insel befindet. Wer mit seinem eigenem Auto oder einem Mietwagen den Urlaub auf Vis verbringt, der kann eine sehr schöne Route über die Berge wählen. Zuerst geht es bergaufwärts und man kann den schönen Blick auf den Hafen von Vis genießen, abwärts fährt man durch kleine Dörfer voller alter Steinhäuser, hier gibt es einige gute Konobas, er hungrig und durstig ist kann eine Rast einlegen. Bergabwärts hat man einen guten Blick auf das Meer und zwei Inseln, eine davon ist die Insel Ravnik, diese ist bekannt wegen der „Grünen Grotte“. Weiter geht es dann vorbei an Weinanbaugebieten wo man den üppig wachsenden Wein bewundern kann. Bald darauf glitzert wieder das Meer zwischen den Bäumen und man sollte eine Pause einlegen und die Stiniva- Bucht aufsuchen. Diese Bucht ist auf vielen Postkarten abgebildet und auch bei Yachbesitzern sehr beliebt. Leider ist das Meer an dieser Stelle häufig durch Teer verunreinigt, aber dafür gibt es nur wenige Meter weiter eine andere Bucht, wo das Meer wieder sauber und klar ist. Auf der Hauptstraße fährt man an der Tito- Höhle vorbei, dort war der Hauptquartier der kroatischen Armee während des Befreiungskriegs im letzten Jahrhundert.  Nicht weit entfernt befindet sich der Berg Hum, dieser ist mit 587 m der höchste Berg der Insel Vis und vor allem bei Paraglidern sehr beliebt. Bei klarem Himmel kann man sogar bis nach Italien sehen.

Nun ist es nicht mehr weit und der schönste und letzte Teil der Strecke beginnt. Es geht nur noch bergab vor bei an terrassenförmigen Weinfeldern. Überall sieht man schöne kleine Buchten.

In Komiža angekommen stellt man sofort fest, dass es hier wesentlich weniger ruhig ist als in der Hafenstadt Vis. Überall sieht man Touristen in Cafés sitzen. An jeder Ecke so scheint es gibt es eine Touristeninformation, aber dennoch ist Komiža eine kleine Ortschaft. Ferienwohnungen und Ferienhäuser gibt es zwar eine ganze Reihe, aber am besten bucht man bereits vor der Anreise, da viele Vermieter vor Ort mindestens für eine Woche vermieten möchten.

In Komiža gibt es viele schöne Strände, alles Kiesstrände mit teilweise sehr spitzen Steinen aber sehr klarem Wasser. Von überall aus erreicht man schnell die Innenstadt. Es gibt wenige kleine Lebensmittelläden, die sowohl internationale als auch einheimische Produkte verkaufen. Besonders die importierten Waren sind erheblich teurer als in Deutschland, aber auch einheimische Obstsorten sind nicht gerade günstig.

An der Uferpromenade sieht man unzählige Verkaufsstände für Bootsstouren. Fast alle Bootsausflüge beinhalten einen Abstecher zur „Blauen Grotte“ und zur „Grünen Grotte“. Leider kann man die „Blaue Grotte“ nur bei ruhiger See besuchen, da der Eingang so flach ist, dass man sonst nicht hineinfahren kann. Die Grotte leuchtet in fast schon künstlich anmutendem türkis-blau und ist trotz der geringen Größe einfach wunderschön und faszinierend. Man darf hier nicht schwimmen gehen, aber kann schöne Fotos machen. Allerdings sollte man sich nicht zu weit über den Bootsrand lehnen und gut Fotoapparat und Handy aufpassen, denn es liegen bereits sehr viele auf dem Meeresgrund. Auch die „Grüne Grotte“ ist sehr schön. Wie der Name vermuten lässt leuchtet die Grotte in intensivem Grün, diese Farbe entsteht durch ein Loch, dass sich in der Decke befindet und durch das Sonnenlicht einfällt. Hier kann man schwimmen gehen und das Wasser ist schön kühl und erfrischend.

Vis ist eine kleine aber sehr schöne Insel, die sich in der näheren Zukunft immer weiter auf die Bedürfnisse der Touristen einstellen wird. Auf Vis kann man zwar nicht sonderlich viel sehen, aber man kann sich gut erholen und schöne Ausflüge machen. Vis ist für Familien mit kleinen Kindern sehr zu empfehlen, aber auch andere Reisende fühlen sich hier wohl.

Comments

  1. Petra Duscher says:

    Hallo,

    die Beschreibung über Vis fand ich sehr hilfreich. Sind die schönen Strände von Vis einfach mitb dem Auto zu erreichen oder muss man weit zu Fuß gehen, um diese zu erreichen (mit 4jährigem Kind)?

    Viele Grüße,
    Petra Duscher

    • yachtigo says:

      Hallo Petra,

      ich empfehle euch mit dem Auto die Strände zu erreichen. Eine richtige Busverbindung gibt es nicht auf Vis und die Mietwagen sind sehr teuer.

  2. Adriana says:

    Hallo!

    Wir möchten diesen Sommer nach Vis fahren, da wir mit dem VW Bus unterwegs sind, würden wir gern auf einen Campingplatz gehen. Gibt es das?

  3. Vorsicht mit dem Auto !!!
    1x Reifen aufgestochen 1x total zerkratzt. Schade für diese Insel, mich für meinen Teil sehen die nicht mehr dort….
    So long

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